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Stiftung Warentest: Gefriergeräte (09/2010)

Der Kostenbumerang beim Schnäppchenkauf - Glücksgriffe bei der Anschaffung zeigen ihr wahres Gesicht bei der Jahresendabrechnung

Bosch SMI68M35EU »SuperSilence«
ActiveWater Geschirrspüler Bosch SMI68M35EU »SuperSilence« ActiveWater Geschirrspüler

Haben Sie schon einmal überlegt, wie viele Stunden am Tag Ihre Kühl- und Gefriergeräte eigentlich laufen? Richtig - volle 24 Stunden. Und an wie vielen Tagen im Jahr? An jedem! So betrachtet erscheint die Energieeffizienz solcher Geräte gleich in einem ganz anderen Licht. Denn Kühl- und Gefriergeräte gönnen sich keine Pause, sie sind im wahrsten Sinne des Wortes die "Dauerläufer" in jedem Haushalt. Deswegen sollten Sie vor dem Kauf eines neuen Gerätes unbedingt beachten, wie hoch die tatsächlichen, laufenden Kosten des neuen Schmuckstückes sind.

Bei der Anschaffung hui, aber im Verbrauch pfui - häufig kommt bei der Stromkostenabrechnung am Ende des Jahres dann das böse Erwachen. Das ist auch den Testern der Stiftung Warentest aufgefallen, die für die test 09/2010 insgesamt 23 Gefriergeräte (davon 9 baugleiche) unter die Lupe genommen haben. Das Fazit: gerade bei den kleinen Gefrierschränken konnten sich die großen Markenhersteller deutlich gegen die Schnäppchenvarianten durchsetzen - zum Teil sogar mit dramatischem Abstand.

Als Testsieger gingen der Miele F 12020 S, der AEG-Electrolux Arctis A60120GS4 sowie der Bosch GSD12P20 in der Sparte "Kleine Gefrierschränke", der Liebherr Premium GNP 3666-20 und der Siemens GSP26PE00 bei den "Großen Gefrierschränken" und die Liebherr Premium GTP 2356-20 bei den "Gefriertruhen" aus dem Test hervor. Vor allem deswegen ein gutes Ergebnis, weil diese Modelle baugleich sind mit:

Die gegenüberstehenden Produkte dieser Tabelle sind jeweils baugleich.
Kleine Gefrierschränke
Miele F 12020 S Liebherr GP 1466
AEG-Electrolux Arctis A60120GS4 Electrolux EUT110050W
Bosch GSD12P20 Siemens GS12DP20
Große Gefrierschränke
Siemens GS26PE00 Bosch GSV81E30
Otto hanseatic GSN 180 WS+ Bauknecht GKN 240 NoFrost +
Constructa energy CE206N02 Bosch GSD26N11 & Siemens GS26DN11
Gefriertruhe
Liebherr Premium GTP 2356-20 Miele GT 228 ES
Bosch GTM26A30 Siemens GT26MA30

Dadurch ergibt sich für Sie als Endverbraucher eine große Auswahl hervorragender Gefriergeräte, unter denen sich für jeden Anspruch das passenden Gerät finden sollte. Und wenn Sie bei der Qual der Wahl nicht sicher sind - besuchen Sie uns, wir beraten Sie gern und kompetent und werden Ihnen helfen, das für Sie und Ihre Bedürfnisse ideale Gerät zu finden.

Dadurch ergeben sich folgende Testergebnisse, bei denen wir Ihnen die Sieger gern vorstellen möchten:

  Kleine Gefrierschränke Große Gefrierschränke
  Miele
F 12020 S
AEG-Electrolux
Arctis A60120GS4
Bosch
GSD10P20
Siemens
GS26PE00
Otto/hanseatic
GSN 180 WS+
Constructa energy
CE206N02
Gesamturteil 2,1 2,2 2,2 1,6 2,1 3,0
Einfrieren & Lagern 2,2 1,8 1,6 1,7 2,4 2,3
Stromverbrauch 1,9 2,3 2,2 1,0 2,0 1,7
Anzeigen 2,3 2,3 3,6 1,9 1,2 5,3
Handhabung 2,0 2,9 2,7 2,0 2,2 2,8

 

Einige nüztliche Tipps, die Sie bei der Wahl des Gerätes berücksichtigen sollten:

Größe.
Wählen Sie die richtige Größe des Innenraumvolumens. Die Faustregel sagt: rechnen Sie pro Person im Haushalt etwa 40-80 Liter. Beachten Sie dabei aber auch, dass die auf dem Energielabel als "Nutzinhalt" angegebene Literzahl sich auf das Volumen ohne die Einschübe bezieht. Das tatsächlich nutzbare Volumen reduziert sich also nochmals geringfügig.
Gefriertruhe oder -schrank?
Gefriertruhen sind in der Regel energiesparender als Gefrierschränke - aus einem simplen Grund: durch die Schwerkraft schließt die Klappe der Gefriertruhe noch dichter als die senkrecht eingebaute Tür eines Gefrierschrankes. Das geht allerdings auf Kosten der Stellfläche, die bei einer Gefriertruhe konstruktionsbedingt meistens größer ist.
Stromverbrauch
Schauen Sie nicht nur auf den reinen jährlichen Stromverbrauch - setzen Sie diesen auch in Relation zum Nutzinhalt! Erst der sich daraus ergebende Faktor macht die Geräte tatsächlich vergleichbar.
Die angegebenen Verbrauchswerte sind Idealwerte. Diese können je nach Art der Nutzung später vom tatsächlichen Stromverbrauch abweichen. Lassen Sie also die Tür/Klappe nicht unnötig lange offen stehen (um die Menge der entweichende Kälte und damit anschließend die Zeit, die die Geräte brauchen, um die ideale Gefriertemperaur wieder zu erreichen, zu minimieren) und stellen Sie (sofern vorhanden) die Superfrost-Taste zum schnellen Einfrieren nach einiger Zeit wieder aus, falls das nicht automatisch geschieht
Je nach Aufstellungsort variiert der Stromverbrauch: stellen Sie das Gerät im kühlen Keller auf, ist der Verbrauch de facto niedriger als wenn es später in der durch Raum- und Nutzungswärme wärmeren Küche steht.
Quelle: Stiftung Warentest 09/2010

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