Billig kommt Sie teu(r)er zu stehen
Im Test: kleine und große Kühlschränke
Wir haben es Ihnen schon immer gesagt: wer beim Kauf etwas mehr investiert, wird schon mittelfristig mehr sparen und außerdem mit Markenqualität belohnt. Das unterstreicht auch das Ergebnis der Stiftung Warentest, die sich in Ausgabe 7/2011 eingehend mit Kühlschränken befasst haben. Denn hier konnten die Markengeräte ihre Stärken unter Beweis stellen.
Einen Schritt weiter denken
Beim Kauf eines Kühlgerätes sollten Sie sich immer vor Augen führen: ein Kühlgerät ist im Regelfall ein langjähriger Wegbegleiter. Bei modernen Geräten kann man von einer Lebenserwartung von 10-15 Jahren und sogar mehr ausgehen. Ein hoher jährlicher Stromverbrauch macht sich also immer wieder bemerkbar, und macht ein preiswertes Gerät in der Summe mit jedem Lebensjahr teurer. Das gilt übrigens nicht nur für moderne Geräte, ganz im Gegenteil. Denn die Tester fanden heraus, dass ein mind. 15 Jahre alter Kühlschrank beinahe doppelt so hohe Stromkosten erzeugt wie ein vergleichbares Gerät von heute.
Was wurde getestet - und wie?
Getestet wurden insgesamt 19 Kühlschränke unter realistischen Bedingungen. Denn im Alltag gibt es viele verschiedene Faktoren, die die Optimalwerte der Hersteller beeinflussen. Vor allem der Aufstellort entscheidet hier, wie deutlich sich der tatsächliche Verbrauch unterscheidet. Denn die Idealbedingungen, unter denen die Herstellerangaben gemessen werden, erreichen Sie im Alltag nur selten. Auch das eigene Verhalten bei der Nutzung des Kühlschrankes spielt eine wesentliche Rolle beim tatsächlichen Stromverbrauch.
Deswegen wurden die Geräte auch nach realistischen Maßstäben gemessen. Beispielsweise wurde durch das regelmäßige Öffnen und Schließen der Geräte die tägliche Benutzung bzw. Beladung simuliert, um das damit verbundene Herunterkühlen der Innenraumtemperatur zu erreichen. Auch die Umgebungstemperatur wurde immer wieder variiert, da die Geräte hier deutliche Unterschiede im Verbrauch aufwiesen. Bedingt wurde dies durch unterschiedliche Systeme, mit denen die Kühlkompressoren auf Temperaturunterschiede reagieren.
Hier wurden die Qualitätsunterschiede noch offensichtlicher. Besonders die Geräte von AEG, Bosch, Siemens, Bauknecht und Liebherr konnten hier überzeugen. Bei den kleinen Kühlschränken ohne Gefrierfach lagen der AEG S71700TSW0 und der Bosch KTR16P22 am Ende vorn, bei den Geräte mit Gefrierfach setzte sich der Bauknecht KV 175 Plus deutlich durch, und bei den großen Kühlschränken schwang sich der Liebherr KP 3620 mit dem besten Gesamturteil knapp vor dem Siemens KS38RX31 zum Testsieger auf.
Hier die Ergebnisse der genannten Geräte im Überblick:
| Gesamturteil | Kühlen | Gefrieren | Stromverbrauch | Handhabung | |
|---|---|---|---|---|---|
| Kleine Kühlschränke ohne Gefrierfach | |||||
| AEG S71700TSW0 | gut (1,9) | gut (1,8) | - | gut (1,7) | gut (2,3) |
| Bosch KTR16P22 | gut (1,9) | gut (1,7) | - | gut (1,9) | gut (2,1) |
| Kleine Kühlschränke mit Gefrierfach | |||||
| Bauknecht KV 175 Plus | gut (2,4) | gut (1,9) | befried. (3,0) | befried. (2,8) | gut (2,4) |
| Große Kühlschränke ohne Gefrierfach | |||||
| Liebherr KP 3620 | gut (1,6) | sehr gut (1,5) | - | sehr gut (1,5) | gut (1,8) |
| Siemens KS38RX31 | gut (1,7) | gut (1,9) | - | sehr gut (1,3) | gut (2,0) |
Quelle: Stiftung Warentest 7/2011 |
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Testergebnisse





